Steuerliche Abzugsfähigkeit von Bussen und Bestechungsgelder

Die Motion Luginbühl «Steuerliche Abzugsfähigkeit von Bussen» verlangt, dass Bussen und andere finanzielle Sanktionen mit Strafzweck zukünftig nicht von den Steuern abgezogen werden können.

Der Bundesrat hat nun am 18. Dezember 2015 zu einem entsprechenden Gesetzesentwurf die Vernehmlassung eröffnet.

In der Motion wird eine klare gesetzliche Grundlage für die steuerliche Behandlung von finanziellen Sanktionen mit Strafzweck gefordert. Bis anhin ist fürUnternehmen die steuerliche Behandlung von Bussen, Geldstrafen und finanziellen Verwaltungssanktionen nicht ausdrücklich
geregelt, Steuerbussen ausgenommen. Finanzielle Sanktionen mit Strafzweck und damit verbundene Prozesskosten sollen zukünftig
ausdrücklich nicht steuerlich abzugsfähig sein. Gleiches soll auch für weitere Aufwendungen gelten, die mit Straftaten zusammenhängen.
Weiterhin abzugsfähig bleiben hingegen gewinnabschöpfende Sanktionen ohne Strafzweck.

Die Vorlage sieht vor, die beiden Bundesgesetze über die direkten Steuern (DBG) und über die Harmonisierung der direkten Steuern
der Kantone und Gemeinden (StHG) anzupassen.

Posted on Februar 29, 2016 in Politik, Steuern

Share the Story

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top