Überprüfung Lohngleichheit durch externe Stelle

Die Bundesverfassung hält in Artikel 8 Absatz 3 fest: „Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.“

Der Bundesrat führt in seiner Medienmitteilung vom 5. Juli 2017 aus, dass diese Vorgabe der Bundesverfassung nicht eingehalten wird. Der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau beträgt aktuell immer noch 7.4%. Der Bundesrat beabsichtigt deshalb die Lohngleichheit in Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden regelmässig überprüfen zu lassen. Die Überprüfung soll alle vier Jahre erfolgen. Die Unternehmen sollen danach Ihre Angestellten sowie Anleger – bei börsenkotierten Unternehmen – über die Ergebnisse informieren. Falls Ungleichheiten festgestellt werden, sollen diese nicht sanktioniert werden. Man erhofft sich vielmehr durch die Informationspflicht Anreize zu schaffen um Ungleichheiten zu auszugleichen.

Die Überprüfung soll durch eine externe Stelle (z.B. Revisionsstelle) erfolgen. Der Staat soll sich demnach auch nicht als Aufsichtsgremium betätigen.

Der Bundesrat hat mit seiner Botschaft vom 5. Juli 2017 zum neuen Gesetzes-Entwurf das Geschäft dem Parlament zur Beratung übergeben. Aufgrund der bürgerlichen Mehrheit im Nationalrat, ist davon auszugehen, dass das Gesetz noch Änderungen erfahren wird.

Posted on August 14, 2017 in Politik

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