Vereinfachtes Abrechnungsverfahren

Am 1. Januar 2008 wurde das Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit (BGSA) in Kraft gesetzt. Mit der Einführung dieses Gesetzes wurde das vereinfachte Abrechnungsverfahren (vAv) ins Leben gerufen. Ziel des vereinfachten Abrechnungsverfahrens war es geringe Einkommen (z.B. für Reinigungsarbeiten in privaten Haushalten, private Krankenpflege, etc.) durch administrative Erleichterungen zu entlasten und dadurch die Schwarzarbeit in diesen Bereichen zu reduzieren. Diese Einkommen werden mit einer sehr tiefen Quellenbesteuerung von 5% (direkte Bundessteuern sowie Staats- und Gemeindesteuern) belastet.

Die tiefe Steuerbelastung hat dazu geführt, dass das vereinfachte Abrechnungsverfahren für Einkommen benutzt wurde, welche ursprünglich nicht für dieses Verfahren gedacht waren. Es wurden zum Beispiel Verwaltungsratshonorare über verschiedene Gesellschaften abgerechnet und dabei jeweils der Schwellenwert für das vereinfachte Abrechnungsverfahren nicht überschritten.

Um diese Zweckentfremdung zu korrigieren, hat der Bundesrat in seiner Botschaft vom 18. Dezember 2015 vorgeschlagen, dass das vereinfachte Abrechnungsverfahren nur für in „Privathaushalten beschäftigte Personen“ Anwendung findet.

Es ist davon auszugehen, dass sich das Parlament mit dieser Änderung des Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit einverstanden erklärt. Die Kommissionen für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats gab der Botschaft des Bundesrates am 22. Juni 2016 grünes Licht. Die Detailbeartung erfolgt an der Sitzung vom 15./16. August 2016.

Wir werden Sie über die weitere Entwicklung diesbezüglich informieren.

Posted on Juli 29, 2016 in Politik, Steuern

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